Windows Phone 7  

Anfang Februar des Jahres 2010 hat Steve Ballmer, seines Zeichens Chef des Software-Giganten Microsoft, den jüngsten Spross des hauseigenen Betriebssystems für Handys und Smartphones vorgestellt: Microsoft Windows Phone 7. Anders als bei den Betriebssystemen für PCs sind die mobilen Ableger keineswegs marktbeherrschend: Die Konkurrenz von Symbian, iPhone, BlackBerry, Android ist groß, Microsoft muss sich also gehörig ins Zeug legen.



Gegenüber dem Vorgänger bietet Windows Phone 7 eine tief greifend aufgefrischte Benutzeroberfläche. Anleihen scheinen bei Zune HD genommen worden zu sein, mit dem Microsoft Apples äußerst erfolgreichen iPod zu kontern suchte. Apropos Apple: Dessen iPhone brachte das Touchscreen für Smartphones, ein Muss mittlerweile, das sich auch bei den Betriebssystemen niederschlägt. Für Windows Phone 7 hat Microsoft noch einmal Hand angelegt, um die Bedienung aller Funktionen per Finger zu ermöglichen.



Windows Phone 7 Mit Windows Phone 7 hat Microsoft nach eigener Einschätzung völliges Neuland betreten, da sich das Betriebssystem von allem, was der Software-Riese bis dato kreiert hat, unterscheiden soll. Vornehmlich soll mit Windows Phone 7 alles unterstützt werden, was gegenwärtig relevant ist: Angefangen von Games via Xbox Live, Funktionen des Zune, allerdings nicht nur Abspielen von Musik, sondern auch deren Erwerb im Zune Marktplatz, bis hin zur hauseigenen Suchmaschine Bing. Der wird für Windows Phone 7 eine eigene Oberfläche spendiert.



Auch was die Kommunikation mit anderen Geräten, etwa den PC, anbelangt, hat Microsoft nachgelegt: Windows Phone 7 birgt Features zum Abgleich diverser Daten. Wichtig für den Gebrauch in Smartphones – oder aber auch Tablet PCs á la iPad – ist die Nutzung im Business-Bereich: Eine Office-Version soll im Windows Phone 7 enthalten sein, die speziell angepasst worden ist und das Arbeiten von unterwegs ermöglicht. Und natürlich wird man per Outlook auch W-Mails versenden können.



Da Windows Phone 7 natürlich auch für Smartphones gedacht ist, darf das mobile Internet nicht außen vor stehen. Hier hat Microsoft auch auf ein hauseigenes Produkt zurückgegriffen, den Internet Explorer 8, der die Grundlage für die mobile Version bildet. Optimiert für Touchscreen soll er dem Nutzer von Handys oder Smartphones mit Windows Phone 7 erlauben, komfortabel im Internet zu surfen.



Erste Geräte mit Windows Phone 7 sollen im Spätherbst 2010 auf den Markt kommen. Doch bereits Monate vorher hat Microsoft immer wieder Gelegenheiten genutzt, um Smartphones zu präsentieren, die auf Windows Phone 7 zurückgreifen. Samsung, HTC, Asus und LG haben unter anderem schon Geräte gezeigt, ohne dass bereits Details zu Hardware oder Ausstattung bekannt wären. Manche Smartphones tragen auch noch keinen Namen – das unterstreicht, wie lange es noch dauert, bis Smartphones mit Windows Phone 7 in den Läden stehen werden.



Für Microsoft bildet Windows Phone 7 den Versuch, sich vor dem Abrutschen zu bewahren. Die Zahlen für das vergangene Jahr, die in den Medien kursieren, zeigen, dass Microsoft mit einem Rückgang des Marktanteils bei Smartphones von 14 auf 8,8 Prozent leben muss. Andere waren erfolgreicher: Apple mit seinem iPhone konnte sich von 9,6 auf 15 Prozent steigern, RIM von 16,5 auf 21 Prozent, Google erreicht 4,7 Prozent und Nokia erreicht immer noch unerhörte 47,2 Prozent Marktanteil.

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