Bei UMTS handelt es sich in Deutschland noch um eine recht kurze Geschichte. Erst 2004 wurden schließlich die ersten UMTS-Anschlüsse freigeschaltet, doch hat es einige Zeit gedauert, ehe sich daraus ein richtiger Markt entwickelt hat. Und das hat seinen Grund: Am Anfang des UMTS-Zeitalters stand eine Preisschlacht zwischen sechs Mobilfunkanbietern, die an Schärfe ihresgleichen sucht.
Preisschlacht um die Lizenzen
Zahlen des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom) gehen davon aus, dass es im Jahr 2008 mehr als einhundert Millionen Mobilfunkanschlüsse in Deutschland geben wird. Die Zahl der UMTS-Anschlüsse soll von 10,4 auf 15,9 Millionen steigen. Damit würde sich das klare Wachstum der Vorjahre fortsetzen. Die Anfänge im Jahr 2004 waren außerordentlich bescheiden: Schlappe 0,3 Millionen UMTS-Anschlüsse stehen für dieses Jahr in den Büchern.
Ursprünglich sind sechs Mobilfunkfrequenzen versteigert worden. Das ist im Jahr 2000 geschehen und hat der Staatskasse den exorbitant hohen Betrag von 98,8 Milliarden DM (rund 50 Milliarden Euro) eingebracht.
Es hat nur drei Jahre gedauert und aus den sechs Unternehmen mit UMTS-Lizenz sind fünf geworden. MobilCom hatte seinerzeit seine Lizenz zurückgegeben und auf die Rechte verzichtet.
Das Problem bestand darin, dass neben den hohen Kosten aus der Versteigerung auch enorme finanzielle Anstrengungen im Rahmen des Netzaufbaus auf die Betreiber zukam.
So sind es in der Gegenwart nur vier Unternehmen, die überhaupt UMTS anbieten: Vodafone, E-Plus, o2 und T-Mobile.
Langer Anlauf

Allein die lange Zeit zwischen Versteigerung und – zögerlichem – Einstieg in die Kommerzialisierung zeigt, dass der Start mit Widerhaken vollzogen wurde. Viele Unkenrufe aus der Zeit nach der Versteigerung der Lizenzen, dass UMTS zum Milliarden-Grab werde, scheinen sich aber nicht zu bewahrheiten. Die Zahlen zeigen, dass UMTS sich durchsetzt und für die Unternehmen zur Geldquelle werden könnte.
Ein weiterer Beleg für die positive Zukunft, die UMTS voraussichtlich haben wird, ist das
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