Da die Studie auch mit Geldern der großen Mobilfunkunternehmen finanziert worden ist, hat es relativ rasch nach der Vorstellung der Ergebnisse Zweifel an der Unabhängigkeit der Untersuchung gegeben. Entsprechend sind Forderungen nach einer Fortführung der Untersuchungen durch unabhängige Experten aufgekommen.
Langzeitwirkung unklar
Aber auch die Studienergebnisse selbst sind keineswegs eindeutig. So wurden keine Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen Handy-Strahlung und Krebsrisiko gefunden, allerdings ist damit keine Aussage über mögliche Langzeitschäden getroffen worden. Ob es Langzeitwirkungen gibt, ist damit noch unklar.
Ein Grund dafür ist, dass es den Mobilfunk noch gar nicht so lange gibt und allein daher keine aussagekräftigen Studien vorliegen können. Hier besteht eindeutig Nachholbedarf.
Auswirkung auf Kinder ungeklärt
Außerdem ist noch nicht geklärt, wie es bei Kindern und der Auswirkung von Handy-Strahlung steht. Hierauf hat auch die Studie keine Antwort zu bieten, außer der Ankündigung, diesem Thema weiter nachzugehen.
Dazu besteht in der Tat Anlass. Denn das Thema ist brisant. Wissenschaftler sehen Kindergehirne durch Handys wesentlich stärker gefährdet, als Erwachsenengehirne.
Als Grund wird immer wieder angeführt, dass diese noch im Wachstum begriffen seien und sehr viel stärker von der Strahlung, die von Mobilfunkgeräten ausgeht, betroffen wären. Einige Experten fordern daher, dass Kinder bis zwölf Jahren grundsätzlich nicht mit Handys telefonieren sollten.
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