13.01.2009
Google als Klima-Ferkel?

Ein Zeitungsbericht des Times hat eine Debatte darüber ausgelöst, wie klimaschädlich das Internet, insbesondere Google ist. Der Physiker Alex Wissner-Gross will herausgefunden haben, dass man mit zwei Suchanfragen bei Google so viel Energie verbrauchen würde, wie mit dem Kochen einer Tasse Wasser. Damit würde der Suchvorgang stolze sieben Gramm CO2-Ausstoß verursachen.

 

Aus dem Hause des Marktführers für Internet-Suchmaschinen kommt Widerspruch: Die Rechnung sei falsch, heißt es. Urs Hölzle hat eine Gegenrechnung präsentiert, die auf einen wesentlich niedrigeren Verbrauch kommt. Demzufolge würde der Ausstoß bei 0,2 Gramm CO2 pro Suchanfrage kommen, also um 17,5 Mal weniger als Alex Wissner-Gross errechnet hat.

 

Google ist ganz offensichtlich bemüht, die Wogen zu glätten und potenziellen Schaden vom Image fernzuhalten. Das Unternehmen sieht sich gar als besonders aktiv bei der Reduzierung des Energieverbrauchs. Allein 2008 sollen 45 Millionen Dollar in saubere Technologien investiert worden sein.

 

Unabhängig vom Einzelfall Google rückt die Debatte die Verantwortlichkeit des Internets und der IT-Branche allgemein für den Klimawandel in den Fokus des Interesses. Hier wird auf eine Studie des Marktforschungsunternehmens Gartner verwiesen, nach der global betrachtet die IT-Unternehmen für zwei Prozent der Treibhausgase verantwortlich zeichnen.


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