11.03.2012

Handy Pfand im Kreuzfeuer

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Handy Pfand im Kreuzfeuer

Es geht um wertvollen Schrott: Fast zwei Tonnen Gold ruhen Schätzungen zufolge in deutschen Schubladen. Nicht als Goldstücke, Nuggets oder gar Barren, sondern in Handys. Davon sollen nämlich mehr als 80 Millionen ungenutzt herumliegen. Um diesen wertvollen Schatz und andere nicht zu vergeuden, wird ein Handy-Pfand gefordert.

 

Einen derartigen Vorstoß hat die Bundestagsfraktion von Bündnis90/ Die Grünen unternommen. Es geht darum, jedes Hande mit einem Pfand von zehn Euro zu versehen, wenn ein neues Gerät gekauft wird. Damit soll die Motivation zum Wiederverwerten drastisch in die Höhe getrieben werden.

 

Mit dem Recycling soll eine doppelte Strategie gefahren werden: Einmal soll so der Schrottberg verringert, andererseits kostbare Rohstoffe erhalten werden. Die Idee ist verschiedentlich auf Ablehnung gestoßen. Der Branchenverband Bitkom sieht zwar Handlungsbedarf, allerdings wird ein Pfand abgelehnt.

 

Zu bürokratisch und zu teuer, dazu zerstörerisch gegenüber den bestehenden Rücknahmesystemen, lautet die Begründung der Absage. Stattdessen sollen die alten Handys in eine neue Wertstofftonne wandern: Diese ist orange und gibt es zum Beispiel in Berlin bereits.

 

 

 

(AA)
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