21.02.2012

Festnetz auf dem Rückzug

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Noch immer wird die Masse der Telefonate in Deutschland über das Festnetz abgewickelt, doch handelt es sich dabei um eine Art Rückzugsgefecht. Behalten Branchenexperten recht, dann werden über kurz oder lang die Mobilfunknetze das Szepter schwingen. 2011 aber war das Festnetz noch der Platzhirsch.

 

Stolze 191 Milliarden Gesprächsminuten sind auf diesem Weg verbraucht worden. Im Schnitt sind das 39 Stunden je Bundesbürger. Aber auch zwei Prozent weniger als noch 2010. Rund zwei Drittel aller Gespräche kommen noch auf das Festnetz, die Alternative Mobilfunk holt aber auf.

 

Aber auch innerhalb des Festnetzes ist der Wandel unübersehbar. Das klassische Telefonnetz über analogen Anschluss und ISDN befindet sich auf dem Rückzug. Mehr und mehr werden DSL- und Kabelnetze zum Telefonieren genutzt. Diese IP-basierten Telefondienste haben mittlerweile ein Fünftel des Kuchens erreicht.

 

Voice over IP (VoIP) wird immer beliebter. Interessant ist aber, dass man in anderen Ländern weiter ist. Bislang nutzen ganze zwölf Prozent ausschließlich das Handy als Telefon. Und Bündelprodukte aus DSL und Festnetz-Telefonie erfreuen sich großer Beliebtheit. Befindet sich das Festnetz also auf dem Rückzug, eine Flucht ist es nicht.

(AA)
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