17.02.2012

Smartphones überrollen Handys

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Smartphones überrollen Handys

Marktforscher läuten das Totenglöcklein für die Handys: Die Smartphone-Lawine überrollt den Mobilfunkmarkt und lässt die Handys als aussehen. Wobei die Abgrenzung beider nicht so ganz einfach ist, weil Handy faktisch für beide benutzt werden kann. Obendrein handelt es sich beim Begriff „Handy“ um einen Scheinanglizismus – sprich: Im Englischen spricht man eigentlich von mobile Phones.

 

Grundsätzlich können so ziemlich alle Mobiltelefone der Gegenwart mehr als nur Telefongespräche. Selbst ganz billige Geräte haben meist noch andere Funktionen und seien es langweile Spielchen. Mit der Leistungsfähigkeit steigt die Bandbreite dessen, was man machen kann.

 

Doch so richtig los ging es erst mit dem iPhone von Apple: Das nämlich hat mit dem großen Touchscreen viele zusätzliche Anwendungen überhaupt erst ermöglicht. Insofern zieht sich die Trennlinie zwischen einem „Handy“ und einem Smartphone vielleicht genau an dieser Grenze: mit oder ohne Touchscreen.

 

Jedenfalls sollen die Smartphones längst zum Wachstumsmotor der Branchen geworden sein. Rund ein Drittel der verkauften Geräte sollen schon Smarpthones gewesen sein, meinen Experten mit Blick auf das Jahr 2011. In diesem Jahr wird zumindest für Deutschland mit einem Sprung auf 55 Prozent gerechnet.

 

Doch nicht nur die Geräte sind wichtig. Im Sog der Smartphones kommen auch Tablet-PCs gut an beim Kunden – wieder war Apple mit dem iPad ein wesentlicher Mauerbrecher. Und für die Mobilfunknetze bedeutet das wesentlich mehr Arbeit, denn die Datenmengen, die auf diesem Wege übertragen werden, schnellten drastisch in die Höhe.

 

Geht es nur um die Smartphones, dann ist Apple die Nummer mit einem Jahresmarktanteil von 19 Prozent. Nimmt man jedoch die Betriebssysteme als Maßstab, regiert Google mittels Android die Smartphone-Welt: 50 Prozent Marktanteil sollen es sein, iOS von Apple kommt auf 23,8 Prozent.

(AA)
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