09.01.2009

Deutschland: Internet-Nutzung mit Licht und Schatten

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Deutschland: Internet-Nutzung mit Licht und Schatten

Bei den neuesten Zahlen bezüglich der Internet-Nutzung in Deutschland kann man je nach Standpunkt Licht und Schatten erkennen. Zwar haben im Jahr 2008 nach Einschätzung des Branchenverbandes Bitkom bereits rund 75 Prozent der Haushalte eine Auffahrt auf die Datenautobahn, doch bleiben damit rund ein Viertel noch davon ausgeschlossen. In Europa kann sich das durchaus sehen lassen, vier andere Staaten liegen vor der Bundesrepublik.

 

Gegenüber 2007 hat sich die Zahl der Internet-Nutzer noch einmal erhöht, der Aufwärtstrend geht also weiter. Die Folge der immer größeren Bedeutung des Internets schlägt sich in den steigenden Umsätzen nieder, die mit der Bereitstellung von Internet-Zugängen erzielt werden. Diese belaufen sich auf mehr als acht Milliarden Euro im Jahr 2008. Und das, obwohl die Zugängspreise weiter wegen des harschen Konkurrenzdrucks sinken.

 

Dem Internet kommt nach Einschätzung vieler Experten eine zentrale Bedeutung zu, entsprechend gibt es auch die Sichtweise, dass das Viertel an Bundesbürgern, das von der Internet-Nutzung noch ausgeschlossen ist, ein Problem darstellt. Zwar gibt es eine große Gruppe von älteren Menschen, die der Internet-Welt misstrauisch gegenüber stehen, in anderen Bereichen, vor allem auf dem Land, blockiert die Verbreitung von schnellen Zugängen die Entwicklung. Wer mag noch in Zeiten preisgünstiger DSL-Zugänge per ISDN oder gar Analog-Modem für viel Geld durchs Netz surfen?

(AA)
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