08.01.2009

Geotagging: Verortende Gedächtnisstütze für Handy-Fotos

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Das UMTS-iPhone 3G, die zweite Generation des Kultsmartphones aus dem Hause Apple, kann es: Geotagging. Hinter diesem neudeutschen Begriff steckt eine Modewelle, die sich in den kommenden Jahren aus der Nische herausarbeiten sollte und zum Allgemeingut werden wird, meinen jedenfalls zahlreiche Experten.
Dazu wird auch das iPhone 3G aus dem Hause Apple beitragen, das sich großer Beliebtheit erfreut, mit einer Fotokamera ausgestattet ist und ohne weitere Programme in der Lage ist Geotagging durchzuführen.
Geotagging – für das englische Kunstwort gibt es einige Synonyme, darunter Verortung und Geo-Imaging, was beides nicht halb so cool kling, wie das Original. Georeferenzierung oder Geocodierung sind eher sperrige Wortungeheuer, Geotagging wird sich so wohl als gebräuchlicher Begriff durchsetzen.
Doch worum geht es beim Geotagging überhaupt?

Foto und Standort
Ausgangspunkt ist die Überlegung, die Flut von Fotografien zu ordnen. Das haben schon die üblichen Sammelinstrumente von digitalen Fotos versucht, in dem sie dem Nutzer die Möglichkeit offerierten, die Bilder nach Datum in einer Art Kalender zu sortieren. So weiß man im Nachhinein immerhin, wann das Bild aufgenommen wurde.
Zeitintensiv gerieten (vor allem beim Vorführen von Urlaubsfotos) die Debatten darüber, wo das Foto aufgenommen worden ist. Die Verknüpfung von Foto und Ort (und Zeit) ist genau das, was Geotagging leistet. Mittels GPS werden den Fotos die entsprechenden Ortskoordinaten hinzugefügt.
So weiß man im Nachhinein auch noch, wo das jeweilige Foto entstanden ist. Und oft erschließt sich besonders bei weiten Reisen auch erst so, was genau auf dem Bild zu sehen ist.

Ohne visuelle Darstellung wäre alles nichts
Da auch die entsprechenden Möglichkeiten für die visuelle Darstellung (etwa via Internet-Dienste á la Google Earth, Flickr, locr, panoramio, picasa) vorhanden sind, lassen sich die Bilder entsprechend auch darstellen. Wer dann noch seinen Freunden zeigen will, wo die Bergwanderung entlangführt hat oder der Traum-Strand liegt, hat viele neue Möglichkeiten.
Es lassen sich regelrechte Reiserouten oder Wanderrouten im Internet veröffentlichen; diese können – die moderne Technik macht es möglich – im Idealfall auch von unterwegs aufgerufen werden können. Mit modernem mobilen Internet per UMTS und einem halbwegs brauchbaren Handy könnte theoretisch auch direkt vor Ort auf geogetaggte Bilderserien zugegriffen werden.
Es zeigt sich auch, dass ohne die entsprechenden Möglichkeiten der visuellen Darbietung das Geotagging wenig mehr als eine Spielerei wäre; Bildbetrachtungsprogramme mit Geotagging-Funktion bzw. Hintergrund werden das Geotagging zum Massenphänomen machen.

Geotagging für den Profi-Fotoapparat
Mittlerweile gibt es auch professionelle Fotoapparate mit der Möglichkeit, Geotagging zu betreiben. Wem also das Foto-Handy hinsichtlich der Qualität nicht ausreicht, kann eventuell seinen vorhandenen Fotoapparat mit einem GPS-Modul aufrüsten, das ihm die Möglichkeit eröffnet, Geotagging zu betreiben.
Über kurz oder lang sollten auch genügend Geräte vorhanden sein, die wie das iPhone 3G von Apple Geotagging von Haus aus ohne zusätzliche Hardware beherrschen. Erste kompakte Geräte gibt es bereits.

(CP)
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