31.07.2008

Mobile Web im Urlaub

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Offensichtlich ist es für immer mehr Zeitgenossen wichtig, am Urlaubsort über einen Internet-Zugang zu verfügen. Der Zugriff aufs Konto, Wetter-Infos, Börsenkurse oder Informationen über interessante Ausflugziele in der Umgebung – Gründe, um ins Netz zu gehen, während man sich im Urlaub befindet, gibt es genügend.

Das beliebte Bild der Bikini-Schönheit mit Laptop am Strand ist eher ins Reich der Phantasie zu verweisen: Empfindliche Hochtechnologie und Sand und Hitze vertragen sich nicht, von der unkomfortablen Helligkeit, die das Bildschirm-Anschauen zur Qual werden lässt, ganz zu schweigen.

Trotzdem ist das Surfen im Internet ein Thema, insbesondere, weil neue mobile Endgeräte (vor allem Smartphones) und schnelle Übertragungsraten bei Datentransfers (UMTS, HSDPA,GPRS,EDGE) auch die mobile Internetlösung im Urlaub ermöglichen. Doch die hat einen gewaltigen Haken: Sie ist sehr teuer.

Mobile Web im Ausland: Potenzielle Kostenfalle
Das mobile Surfen im Ausland ist technisch kein Problem, allerdings droht die Kostenfalls zuzuschnappen. Während viele moderne Handys über die wichtigsten Programme verfügen, um etwa E-Mails abzurufen oder zu versenden bzw. ins Internet zu gehen, ist das Surfen jenseits der Grenzen bisweilen astronomisch teuer.

Während bei Mobilfunkgesprächen im Ausland die EU-Anstrengungen um eine Senkung der Kosten langsam Früchte tragen, schlagen Datenübertragungen immer noch dramatisch ins Geld. Zwischen 1,50 und sieben Euro kostet das Megabyte Datenpaket, womit sich halbwegs komplexe Homepages kaum mehr als zwei, dreimal öffnen lassen. Wer sich da wie von zuhause gewohnt im Netz tummelt, wird schnell ein kleines Vermögen los.

Flatrates fürs Ausland sucht man als Kunde vergebens, schon positiv sind so genannte Datenpakete, wie sie von T-Mobile und Vodafone anbieten: Hier kostet der Tag (mit Volumengrenze bei 50 MB) rund 15 Euro; o2 stellt automatisch auf das Datenpaket um, wenn zwei Megabyte Volumen überschritten werden.

Wie üblich gilt: Vor Reiseantritt informieren ist Pflicht, denn die Branche ist dynamisch und was vor einigen Wochen oder gar Monaten galt, muss in der Gegenwart schon lange nicht mehr aktuell sein.

Nützliche Tipps für das Surfen im Ausland
Niemand gibt gern Geld aus, das er sich sparen kann. Daher lohnt die Suche nach Alternativen. Zunächst einmal gibt es preisgünstigere Möglichkeiten, wenn man im Ausland in ein Partnernetz einloggen kann – hier heißt es vor Reiseantritt Informationen beim Mobilfunkprovider einzuholen.

Wer sich so oder auf herkömmliche Weise mit einem mobilen Endgerät ins Netz begeben will, sollte vorsorgen. Viele sehr wichtige Webseiten haben mittlerweile eine abgespeckte Version anzubieten: Diese ist wesentlich mit Texten bestückt, frisst also deutlich weniger Datenvolumen beim Abrufen, als die herkömmliche Version mit Bildern oder anderen medialen Aufmachungen.
Vor Reiseantritt sollte man sich informieren, welche Web-Adressen direkt auf die Mobile-Webseiten-Version führt, um so wesentlich an Datenvolumen zu sparen. Diese Webseiten sollten im Browser des Handys gespeichert werden. Auch das Deaktivieren von Bildern senkt das Transfervolumen und die Kosten nicht unerheblich.

Teuer ist im Ausland auch die Taktung: Während in Deutschland in der Regel mit zehn Kilobyte getaktet wird, haben die großen Mobilfunkprovider diese Rate im Ausland auf 50 oder gar 100 Kilobyte angehoben. Daher sollten Internet-Sitzungen möglichst in einem Rutsch erledigt werden.

Alternativen: Hot-Spots, DSL oder Internet-Café

Weil der Traum vom mobilen Internet im Urlaub noch ein sehr teurer Spaß ist, sollten Alternativen ins Auge gefasst werden. Zum Beispiel könnte bei der Auswahl des Urlaubsdomizils darauf geachtet werden, ob dort ein Internet-Anschluss zu halbwegs günstigen Konditionen zu haben ist.

Alternativ könnte mit einem eigenen mobilen Endgerät, dass WLAN unterstützt, auch auf Hotspots zugegriffen werden. T-Mobile, o2, Vodafone und E-Plus haben so genannte Hotspots anzubieten, oft eigene oder in Zusammenarbeit mit anderen Providern von Hotspots. Damit lassen sich die Kosten schön in Grenzen halten.

Schließlich gibt es noch das gute alte Internet-Café: Hier kostet das Surfen zwar auch einiges, im Vergleich zu den horrenden Preisen der Mobilfunker ist das Internet allerdings regelrecht billig – und dazu noch oftmals schneller und bequemer.
Wer auf Alternativen ausweicht, wenn diese zur Verfügung stehen, kann seine Kosten für das Surfen im Urlaub zumindest in Grenzen halten.

(CP)
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