Die französischen Carrier France Telecom, Neuf Cegetel und Iliad wollen in den
nächsten Jahren mehrere Millionen Euro in den Aufbau von
Fibre-to-the-Home-Infrastrukturen investieren. Damit sollen Neubaugebiete besser
mit Glasfaser als mit DSL in Kupferleitungen verbunden werden.
Die Regierung in Paris arbeitet laut Branchenkreisen an einer Vorschrift, die
vorsieht, dass alle Neubauten mit mehr als 25 Wohnungen künftig einen
Glasfaseranschluss erhalten müssen. Die Kosten für die Glasfaserverkabelung
innerhalb der Gebäude sollen, so ein Regierungssprecher, direkt in den
Verkaufspreis einer Wohnung einkalkuliert werden. Erklärtes Ziel der Regierung
ist es, so die Sprecher weiter, dass ab 2010 alle Wohnungsprojekte der obigen
Größenordnung automatisch vorverkabelt werden und die Glasfaserausstattung ein
fester Bestandteil der Bauvorschriften ist.
Hierzulande sind überwiegend kleinere Endkunden-Provider wie die bayerische
M-Net,
wilhelm.tel in Norderstedt im Segment des Glasfaser-Anschlusses für
Endkunden aktiv.
Im vergangenen Herbst hatte die Regierung in London ein ähnliches Programm
angekündigt, um den Ausbau des Glasfasernetzes im Königreich umfassend zu
fördern, um international wettbewerbsfähig zu bleiben. Ein öffentlich
geförderter Ausbau wäre für die Britische Telekom (BT) und ihre Wettbewerber
gleichermaßen attraktiv. Denn bislang zögert die BT ein derartig kostspieliges
Upgrade hinaus, weil sie die Infrastruktur nach den bestehenden Gesetzen auch
für die Konkurrenz öffnen müsste. |