01.06.2008

Vodafone: Arcor nun geschluckt

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Vodafone: Arcor nun geschlucktVergangene Woche schloss der Mobilfunker Vodafone die Komplettübernahme des deutschen Festnetzanbieters Arcor ab. Vodafone übernahm die restlichen 24 Prozent von Bahn und Deutsche Bank für 474 Millionen Euro. Das Ziel sind Kosteneinsparungen und ein Ausbau des Marktanteils. Wie von Vodafone-Chef  Arun Sarin angekündigt, wird der Mobilfunkriese ich zum Vollanbieter von Internet, Festnetz und Mobilfunk wandeln.

Der Mobilfunknetzbetreiber Vodafone übernimmt seine deutsche Festnetztochter Arcor komplett. Vodafone zahlt für die restlichen von der Deutschen Bahn und der Deutschen Bank gehaltenen Anteile 474 Mio. Euro in bar, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Die beiden Mitgesellschafter hielten zusammen 26,4 Prozent der Arcor-Anteile - die Bahn 18,2 und die Deutsche Bank 8,2 Prozent.
"Vodafone und Arcor werden ihre Stärken bündeln und damit die Voraussetzungen für weiteres Wachstum in Deutschland schaffen", sagte Vodafone-Deutschland-Chef Friedrich Joussen, der auch dem Arcor-Aufsichtsrats vorsitzt.

Arcor bietet Telefon und Internet über das eigene Netz an, das in den nächsten Monaten 70 Prozent der Bevölkerung erreichen soll. Vom wachsenden DSL-Markt will Arcor auch durch den Ausbau des Geschäfts mit Wiederverkäufern profitieren, die keine eigene Infrastruktur haben. Vodafone und United Internet vermarkten Komplettpakete von Arcor jeweils unter dem eigenem Namen. Die Zahl der über Dritte verkauften DSL-Anschlüsse von Arcor sank im abgelaufenen Geschäftsjahr aber auf 117.000 von 136.000.

Bei Arcor haben die Mitarbeiter offenbar doch Anlass zur Sorge um ihre Arbeitsplätze, wie UMTS-Report.de berichtete.


(BR)
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