Der zu Telefónica gehörende Mobilfunkanbieter O2 Germany gab am Mittwoch neue Tarife bekannt. Das erklärte Ziel sei, die Preisführerschaft zurück zu gewinnen: "`Value for Money´ soll weiterhin für O2 stehen, erklärte Lutz Schüler, Managing Director Marketing & Sales, in München.
Das Tarifmodell "S/M/L" werd fortgesetzt und auch auf die Genion-Angebote ausgeweitet. Gleichzeitig verbilligen sich die Inklusiv-Angebote. "Preisführerschaft vor Umsatzwachstum", auf diese Formel lässt sich diese Strategie auf einen Nenner bringen. "Wir positionieren uns zwischen den Premium-Carriern und den Discountern als Vollsortimenter", erklärte Lutz Schüler in München.
Neuer Preisschnitt
Die Minutenpakete von o2 Germany sinken zum 13. August 2007 noch weiter. Für Kunden, die wenig telefonieren, gibt es jetzt mit dem Tarif Inklusiv-Paket-50 das günstigste Minutenpaket im Markt. Für nur 5 Euro im Monat kann man mit 50 Inklusiv-Minuten in alle deutschen Mobilfunknetze sowie in das deutsche Festnetz telefonieren. Das entspricht einer Preissenkung von mehr als 30 Prozent gegenüber dem bisherigen Tarif Active-50-Card. Dies ergibt einen rechnerischen Preis von 10 Euro-Cent pro Minute. Die Inklusiv-Pakete lösen die o2 Active Tarife ab.
Zum gleichen Datum bietet O2 eine "Alle-Netze"-Flatrate für 80 Euro im Monat an, bei null Euro Verbindungsentgelt.
Von Mitte August bis 10. November werde es Kunden möglich sein, die Initiativ-Minuten-Pakete drei Monate zu testen und kostenlos zu wechseln.
Die Betrachtung des Kundenverhalten bei O2 ergab, so Schüler: Jeder dritte Kunden bevorzugt einen Minuten- oder Inklusiv-Tarif.
Seinen Marktanteil von 14 Prozent im Mobilfunk und seine 30.000 DSL-Kunden möchte O2 weiter ausbauen. Die genauen Zahlen werden am Dienstag nächster Woche mit den Quartalszahlen bekannt gegeben.
Keine Angst vor Congstar
Ob O2 selbst eine eigene Billigmarke anbiete, werde im eigenen Hause zeitweise ernsthaft diskutiert. Dies sei aber derzeit nicht geplant, sagte ein Unternehmenssprecher in München. Die neue Billigmarke "Congstar" der Deutschen Telekom hält Lutz Schüler aber für wenig gefährlich für O2, seien die DSL-Tarife doch teuerer als das Angebot aus München.

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