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11.05.2007 - 11:46
Sun Microsystems unterstützt Mobilfunkbetreiber bei neuen Mobilen Diensten

Sun Microsystems pflegt eine enge Partnerschaft zur Mobilfunkindustrie. Erst kürzlich gewann das Silicon-Valley-Unternehmen Abschlüsse mit Alcatel, Research in Motion (RIM) und Verizon Wireless. Intensiv ist auch die Partnerschaft mit Ericsson, Siemens und Nokia und anderen in der sog. Network Equipment Provider (NEP) Community. UMTS-Report.de sprach darüber mit Olaf Schnapauff (http://blogs.sun.com/MobileTechnology), Spezialist für die Mobilfunk-Industrie und Chief Technologist - Strategy bei Sun für Vodafone weltweit, über mobile Services der nächsten Generation.

Vodafone verfolgt die Idee, den Internet-Desktop mobil zu machen. Hierzu kooperiert Vodafone mit Google Search und Google Maps, mit Yahoo und MSN für Instant Messaging, schloss Verträge mit Ebay, YouTube, MySpace und Electronic Arts.

Sun Microsystems ist viel mehr als ein Lieferant für Infrastruktur-Komponenten – innovative Lösungen, basierend auf offenen Standards und Open Source Software wie Java und Solaris – und neue Business-Modelle mit Partnern bilden das Rückrat der Zusammenarbeit von Sun mit seinen Mobilfunkkunden.

"Das Aufkommen von Webseiten wie MySpace.com oder YouTube.com zeigen ein ganz neues Nutzerverhalten", erklärt Schnapauff. Konsumenten werden auf einmal zu Produzenten. Von One-to-many ändert sich die Verbreitung (englisch Broadcast) zu Many-to-many. Der "YouTube-Effekt" ließe sich nicht künstlich erzeugen, sondern werde von Anwendern getragen. So wachse die heutige junge Generation mit einer ganz neuen Medienerfahrung auf. "Sie werden neue mobile Dienste ganz selbstverständlich nutzen", so Schnapauff. "Indem sie die neuen Startup-Phänomene im Internet heute nutzen, legen sie die Trends von morgen fest." Diese Services im Internet würden bald auch mobil nutzbar sein. Getragen werde ihr Wachstum allerdings von der Entwicklung neuer Breitband-Dienste - und den passenden Geräten und Empfangsmöglichkeiten.

UMTS: "YouTube-Effekt" für mobile Dienste

Erst die mobilen Dienste würden auch den Mehrwert für eine mobile Infrastruktur bieten - durch schnellen Daten-Download beispielsweise, meint Schnapauff.
SOA und Java sind dazu die Standards, die solche Services ermöglichen. Die Sun Java Composite Application Platform (Java CAPS) verbindet eine solche Serviceorientierte Architektur (SOA), während Suns Identity Produktsuite das kritische Management der Nutzeridentität übernimmt. StarOffice und Solaris sind Bestandteile einer solchen offenen Infrastruktur, die mobile Services auf das Endgerät bringen, und seit Suns intensiver OpenSource Strategie als OpenOffice, OpenSolaris und OpenJava frei verfügbar.

Prozessoren, die Energie effizienter nutzen und gleichzeitig viele Aufgaben parallel erledigen können, wie sie Sun seit einigen Jahren für Server im Programm hat, erlauben die notwendige Infrastruktur energieeffizient und ohne Probleme bei Kühlung und Stromversorgung aufzubauen.

Mobile Services von und mit Sun

Bei der nächsten Generation der IP-basierten mobilen Dienste möchte Sun mit dabei sein:

    LBS

UMTS macht Mobile Services nutzbar, die den eigenen Standort miteinbeziehen (Local Based Services). So ermöglicht plazes.com.com, den eignen Standort mitzuteilen und Freunden und Bekannten preiszugeben.

    Mobile Payment

Auf der CeBIT dieses Jahr kündigten die Deutsche Bahn und Vodafone an, neue Lösungen zum Bezahlen per Handy zu testen. Statt am Automaten oder beim Busfahrer ein Ticket zu kaufen, soll der Kunde dabei jeweils bei Abfahrt und Ankunft auf eine Handy-Taste drücken. Bahnsteige und Haltestellen werden dabei mit so genannten "Touchpoints" ausgestattet, an die die Mobiltelefone herangehalten werden. Am Monatsende gibt es eine Rechnung. "Solche Systeme funktionieren mit der Funktechnik NFC (Near Field Communication), die in immer mehr Handys eingebaut wird", erklärt Schnapauff. Vorausgegangen war dem ein Pilotprojekt wie es für den Rhein-Main-Nahverkehrsverbund in Hanau erstellt wurde.
In Deutschland werde es in naher Zukunft weitere Mobile Payment-Möglichkeiten geben, zeigt er sich zuversichtlich.
In anderen "Vodafone-Ländern" gibt es bereits seit längerem weitere Projekte. So hat sich in Neuseeland das "Mobile Parking" mit TXT-a-Park etabliert. Per SMS geben die Nutzer Zeit und Ort ein. Daraufhin erhalten sie eine Quittung. Die Abrechnung erfolgt zum Monatsende per Rechnung.

    Micro-Payment
hat sich in Deutschland bisher nicht durchsetzen können. Doch in Indien und afrikanischen Ländern wie Kenia sind diese Anwendungen viel verbreitet. "Mit Vodafone als Partner, der weltweit vertreten ist, lassen sich solche Projekte dort ausrollen, wo der Bedarf besteht, zum Beispiel kürzlich bei SafariCom in Kenia.", sagt Olaf Schnapauff.

    VoIP

Im Bereich VoIP arbeitet Sun mit den etablierten Anbietern zusammen. Für VoIP-Dienste konzipierte Sun Hardware- und Middleware-Lösungen wie aktuell den Sun Fire T2000-Server, ATCA basierte Blades oder den angekündigten Niagara 2 Prozessor. Vor allem Java und Suns Middleware Stack sind zusammen mit solcher Hardware die Basis vieler Angebote der grossen NEP's wie Alcatel-Lucent. Mit diesen Hardware-Entwicklungen nimmt Sun auch sein Engagement für eine effiziente Energieaufwendung sehr ernst.

© UMTS-Report.de, Robert Brunner, 2007



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