23.06.2006

Mobile Lösung für Krankenhäuser MARIS jetzt auch für Windows Mobile

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Mobile Lösung für Krankenhäuser MARIS jetzt auch für Windows MobileDer hohe Kostendruck im Gesundheitswesen veranlasst die Entscheider immer mehr, die Arbeitsabläufe in ihren Einrichtungen zu optimieren. Sie sind mit einem hohen Dokumentationsaufwand und knappen Personalressourcen konfrontiert. Die Qualität der Dokumentationen hat jedoch direkten Einfluss auf die Erlössituation.

Seit 2004 wird das von Eyeled und hSp entwickelte mobile Informations- und Dokumentationssystem für Medizin und Pflege (MARIS) erfolgreich in Krankenhäusern eingesetzt. Auf Basis der KIS-Daten (Krankenhausinformationssystem) ermöglicht MARIS den Ärzten den ortsunabhängigen Zugriff auf wichtige, patientenrelevante Daten – zum Beispiel am Krankenbett. Damit sparen sich Ärzte nicht nur Zeit, die sie sonst nach der Visite mit der Dokumentation verbringen, sondern auch die Qualität der Dokumentation kann erheblich gesteigert werden. Möglich wurde dies bisher durch den Einsatz von Handhelds mit dem Betriebssystem Palm OS. In Zukunft ist MARIS sowohl zu Palm OS als auch zu Windows CE kompatibel. Dazu wurde die MARIS-Plattform auf das Betriebssystem Windows Mobile portiert. Mit der neuen Lösung werden auch Kliniken erreicht, die eine Microsoft-Umgebung bevorzugen.

Die Weiterentwicklung bezieht sich zunächst auf die Basisfunktionen von MARIS. Die erste Version der neuen Windows Mobile Plattform beinhaltet die Patienteninformationen, eine patientenbezogene Diktierfunktion und Kommunikationssoftware. Sie umfasst außerdem die Leistungsanforderungen und die Befundung. Bis Ende August sollen weitere MARIS-Module wie zum Beispiel die Anästhesievorbereitung, Dienstplanung oder Medikation portiert werden.

Funktionsweise von MARIS

Der Arzt hat mit MARIS alle Daten eines Patienten auf einem PDA bei sich und gibt unmittelbar am Krankenbett des jeweiligen Patienten die Diagnoseverschlüsselungen ein. Dazu hat er den ICD 10-Katalog auf seinem Gerät und findet über ein Schlagwortregister in kurzer Zeit die richtigen Verschlüsselungen. Außerdem kann er direkt vor Ort eine Leistung von anderer Stelle anfordern, die über das System weitergegeben werden. Nach erbrachter Leistung wird eine Ergebnismeldung in das System eingegeben, so dass die Leistung wie z. B. eine Röntgenaufnahme vom Arzt auf dem Gerät befundet werden kann.

Der PDA ist zusätzlich mit einer ausgereiften Diktierfunktion ausgestattet. Der Arzt diktiert die Verläufe in das Gerät und rationalisiert so die Verlaufsdokumentation. Auch die Fragestellungen bei Leistungsanforderungen gibt er bequem und schnell über die Diktierfunktion in den PDA ein. Die patientenbezogenen Daten werden automatisch an den MARIS-Server übertragen, via Spracherkennung in Text umgewandelt und in das KIS-System des Krankenhauses eingespeist. Dort stehen sie zur Weiterverarbeitung bereit. Die Einbindung weiterer Informationsdatenbanken ist möglich.

MARIS unterstützt außerdem einen sicheren externen Datenzugriff, sodass z. B. Belegärzte von ihrer Praxis aus auf die MARIS-Funktionen zugreifen können.


(U)
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