07.09.2003

Urlaub mit dem Handy - Teil 2

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Nach der Ankunft am Urlaubsort

Stellen Sie nach der Ankunft den günstigsten Netzanbieter (siehe Vorbereitungen) manuell in Ihrem Handy unter dem Menüpunkt "Netz" ein. Werden Sie nun aus Deutschland angerufen, beachten Sie, dass Ihnen nun Kosten entstehen, wenn Sie ankommende Gespräche entgegennehmen. Nutzen Sie daher lieber die Kurzmitteilung SMS, um mit den Daheimgebliebenen zu kommunizieren.

Als Vertragskunde haben Sie die besseren Karten und damit in der Regel die günstigeren Verbindungspreise. Prepaid-Kunden müssen leider einiges mehr berappen, um im Ausland mobil zu kommunizieren. Die genauen Tarife für Gespräche an Ihrem Urlaubsort bringen Sie auf der Portalseite Ihres Anbieters in Erahrung.

Die SMS aus dem Ausland ist natürlich etws teurer als die innerdeutsche Kurzmitteilung. Da Sie aber meistens weniger als 50 Cent kostet, ist sie der ideale Dienst für Ihre Mitteilungen aus dem Urlaub.

Die MMS aus fernen Ländern ist nicht gerade als billig zu bezeichnen. Das gilt nicht nur für das Senden, sondern auch für den Empfang einer Multimedia-Message an Ihrem Urlaubsort. Leicht kommen Sie auf 2-4 Euro pro Message. Günstiger ist es, die MMS-to-postcard Angebote der Betreiber zu nutzen; sie sind deutlich preiswerter und in jedem Fall originell.




Sonderfall Prepaid

Als Prepaid-Kunde, sollten Sie vor der Abreise sicherstellen, dass Sie in Ihrem Urlaubsland auch telefonieren können und dass Sie für das Roaming freigeschaltet sind. Da das Telefonieren im Ausland mit der Prepaid-Karte in der Regel teurer ist, als bei Vertragskunden, sollten Sie ein ausreichendes Guthaben auf Ihre Karte laden oder gleich mehrere mitnehmen. Ob Sie Ihre Karte auch im Ausland aufladen können, erfahren Sie direkt bei Ihrem Anbieter.

In einigen Ländern kann man nur im sogenannten Callback-Verfahren ( Rückruf-Verfahren) telefonieren. Dafür muss man vor Eingabe der Zielrufnummer einen Netzcode eingeben : *111* (Stern-Taste, 1,1,1, Stern-Taste, gilt für T-mobile, Vodafone und O2) Danach folgt die internationale Vorwahl, Ortvorwahl ( ohne Null) und die eigentliche Rufnummer. Schließen Sie die Eingabe mit der Raute-Taste # und Drücken der grünen Telefon-Taste ab. Sie erhalten dann innerhalb kurzer Zeit einen Rückruf. Die gewünschte Verbindung kommt mit dem Annehmen des Gesprächs zustande.


Handy geklaut?

Sollte Ihnen Ihr Mobiltelefon gestohlen oder abhanden gekommen sein, melden Sie dies unverzüglich Ihrem Anbieter telefonisch oder per Fax. Sie benötigen zur Authentifizierung Ihre Kundennummer und/oder Ihr Kundenkennwort bzw. die SIM-Kartennummer. Diese sollten Sie vor der Abreise notieren und griffbereit aufbewahren. Für anfallende Gebühren, die bis zur Sperrung entstanden sind, sind Sie bei T-mobile und E-Plus voll, bei Vodafone bis zu max 50 Euro haftbar. O2 berechnet Ihnen nach Meldung des Diebstahls keine Gesprächsgebühren mehr. Allerdings kostet die Sperrung der alten SIM-Karte sowie die Freischaltung und das Versenden der neue SIM-Karte bei allen Betreibern etwas. So verlangen die Betreiber für das Sperren der alten SIM-Karte zwischen 4,95 und 12,50 Euro und für das Versenden und Freischalten der neuen SIM-Karte zwischen 12,50 und 20,50 Euro.

Hotlines im Überblick:
T-mobile: +49 1803/ 30 22 02
Vodafone D2: +49 800/ 172 12 12
E-Plus : +49 177/ 1000
O2 : +49 1805/ 62 43 57

Xtra: +49 1805/ 22 94 94
CallYa: +49 172/ 22 911
Free&Easy: +49 177/ 1150
Loop: +49 179/ 55 282

Faxnummern :
T-mobile: +49 1805/ 22 51 71
Vodafone D2: +49 2101/ 98 65 75
E-Plus : +49 331/ 700 50 40
O2 : +49 1805/ 57 17 66

Wieder daheim
Achten Sie darauf, dass sich Ihr Handy wieder in Ihr altes Mobilfunknetz einbucht oder erledigen Sie das selbst. Denn sonst kann es passieren, dass Sie weiterhin im ausländischen Netz registriert sind und Ihnen so weitere Roaming-Kosten entstehen. Vergessen Sie nicht, Ihre Mailbox in Sachen Rufumleitung wieder in den alten Zustand zu versetzen.


Beim Autofahren telefonieren ?
Wie wir bereits in unserem Special "Handy am Steuer" berichteten, wird das Telefonieren beim Autofahren in unseren europäischen Nachbarländern unterschiedlich geahndet. Auch in den Ländern, in denen kein offizielles Handy-Verbot gilt, drohen erhebliche Strafen, wenn der telefonierende Autofahrer in einen Unfall verwickelt ist, unsicher fährt oder den Verkehr gefährdet.

Handyverbote und Bußgelder in Europa
Belgien: ab 25 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Dänemark: 67 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Finnland: Kein Verbot,
Frankreich:ab 22 Euro, generelles Verbot
Griechenland: 59 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Großbritannien: Kein Verbot
Irland: Kein Verbot
Italien:ab 32 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Luxemburg: bis 74 Euro,mit Freisprecheinrichtung gestattet
Norwegen: 64 Euro,mit Freisprecheinrichtung gestattet
Niederlande: 138 Euro,mit Freisprecheinrichtung gestattet
Österreich: ab 21 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Polen: ab 27 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Portugal:ab 25 Euro,mit Freisprecheinrichtung gestattet
Rumänien: Verbot, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Schweden: Kein Verbot
Schweiz:67 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Slowakei: 36 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Slowenien: 45 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Spanien: bis 91 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Tschechien: ab 31 Euro, generelles Verbot
Türkei: Verbot, mit Freisprecheinrichtung gestattet
Ungarn: bis 125 Euro, mit Freisprecheinrichtung gestattet

Stand: Mai 2003
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