17.07.2008
Ohne Netz wird nichts gefangen

Es ist eine Binsenweisheit, dass für die breite Nutzung des mobilen Internets sowohl bei den Privaten als auch im Business-Sektor der Netzausbau eine zentrale Rolle spielt. Nicht umsonst haben sechs große und ambitionierte Mobilfunkkonzerne im Jahr 2000 zusammen fast 50 Milliarden Euro für die UMTS-Lizenzen ausgegeben.

Mit dem wesentlich langsameren GSM-Standard, selbst mit den deutlich schnelleren HSCSD oder GPRS, war letztlich kein Blumentopf im Bereich mobiles Internet zu gewinnen. Erst UMTS und die darauf aufbauenden schnelleren Varianten schufen hierfür die notwendige Infrastruktur für das mobile Internet. Trotzdem sollte darauf verwiesen werden, denn gerade hier ist noch lange nicht alles so, wie es sein sollte.

Ohne UMTS / HSDPA läuft nichts
Zunächst einmal muss klar sein, dass es nicht ein Netz gibt, sondern mehrere. Natürlich bezieht sich das auf die vier großen Mobilfunk-Anbieter T-Mobile, o2, Vodafone und E-Plus, die jeweils eine UMTS-Lizenz besitzen.

Hier ist der Netzausbau trotz der jahrelangen Bemühungen noch immer nicht überall vollendet worden. Das gilt erst recht für HSDPA, die wesentlich schnellere Variante, mit der das Geschwindigkeitsniveau von DSL erreicht werden kann.

Ohne das ist die Nutzung des mobilen Internets aber nur ein wenig vergnügliches Vergnügen und trotzdem sind die Unterschiede zwischen den Anbietern groß. HSDPA wird nicht von allen und erst recht nicht in der höchsten Geschwindigkeit angeboten.

Löcher im Netz
Selbst innerhalb des Netzes eines Anbieters muss damit gerechnet werden, dass man zwischenzeitlich in die Mobilfunk-Steinzeit (GSM) zurückgeworfen wird. Die Abwärts-Kompatibilität von UMTS-Geräten ist nur ein schwacher Trost, wenn sich die Geschwindigkeit beim Zugriff auf das Internet von HSDPA auf GSM-Niveau zurückschraubt. Immerhin kann man in Ballungszentren und bei wichtigen anderen Infrastrukturen (Bahn, Flughäfen usw.) auf UMTS mittlerweile zählen.

Sind Löcher im Netz beim Herunterladen von Inhalten aller Art (Spiele, Musik, Filme usw.) noch verkraftbar, gilt das nicht für Life-Ereignisse, wie Fußball-Spiele oder andere Sportübertragungen, sofern diese davon beeinträchtigt werden.

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