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Mailbox
Elektronischer Anrufbeantworter, der vom Netzbetreiber freigeschaltet wird. Wird auch "Mobilbox" genannt.

MDA
Mobile-Digital Assistent (MDA): ein PDA mit integriertem Mobiltelefon. Siehe PDA, vergleiche mit Smartphone.

MIMO
Mit MIMO (Multiple Input Multiple Output) werden in der Nachrichtentechnik drahtlose Kommunikationssysteme bezeichnet, die über mehrere Sende- und Empfangsantennen verfügen. Sie machen sich dabei einen Effekt zunutze, den bei üblichen Funkverbindungen eher schädlich ist: Funkwellen werden häufig an Objekten reflektiert und gelangen deswegen auf mehreren Wegen zum Empfänger. Da die einzelnen Wege unterschiedlich lang sind, kann es zur Beeinträchtigung oder gar Auslöschung des Signals kommen (Multipath Fading).
Hier setzt MIMO an, indem es mit mehreren Sendeantennen mehrere Signale gleichzeitig in Richtung Empfänger schickt, sind spezielle Codierungsverfahren möglich, die nicht nur die zeitliche, sondern auch die räumliche Dimension zur Informationsübertragung nutzen (Space-Time Coding). Dadurch lassen sich Qualität (Bitfehlerhäufigkeit) und Datenrate einer drahtlosen Verbindung deutlich erhöhen. MIMO-Systeme können wesentlich mehr bit/s pro genutztem Hz Bandbreite übertragen und haben somit eine höhere spektrale Effizienz als konventionelle SISO- oder SIMO-Systeme. Auf Grund dieser Eigenschaften sind sie derzeit (2006~08) ein zentrales Thema der internationalen Forschung.

Modem
Modem steht für MOdulator und DEModulator, es dient der analogen Datenübertragung. Die zu sendenden Daten werden vom Modem moduliert, die empfangenen Daten werden demoduliert.

MSC
Abkürzung für "Mobile Switching Center", MSC ist die zentrale Vermittlungstelle im Mobilfunk. Sie vermittelt Gespräche zu der Funkzelle, in der sich der mobile Teilnehmer gerade aufhält und reicht das Gespräch bei einem Funkzellenwechsel entsprechend weiter.MediaFLO ermöglicht es Netzbetreibern, datenintensive Videoservices in einem Netzwerk zu laden. Dadurch lässt sich deren zelluläre Struktur für Telefongespräche und den Internetzugang beibehalten. MediaFLO bietet Abonnenten-Video-Broadcasts in Echtzeit.
Die Qualcomm-Tochter Mediaflow hat mit einem US-weiten Medien-Verteilsystem praktisch ihr eigenes Rundfunknetz aufgebaut, das über 20 große US-Standorte abdeckt. Ab Oktober 2006 will Mediaflow den kommerziellen Sendebetrieb aufnehmen und hat dazu Ende 2005 Lizenzverträge mit zahlreichen Medienherstellern geschlossen.
Mit Samsung und LG hat der Handy-Chip-Spezialist Qualcomm wichtige Verbündete für seine Technik Flo gefunden. Dem Flo-Forum haben sich nach Angaben des Herstellers bis Januar 2006 mehr als 25 Firmen angeschlossen. Das Rundfunkverfahren Flo (Forward Link Only) erlaubt 20 simultane Streaming-Ausstrahlungen mit einer Auflösung von 320 × 480 Pixel bei Bildraten von 30 Frames pro Sekunde. Gleichzeitig werden auch zehn streamende Stereo-Audiokanäle und der Abruf von täglich 800 Minuten gespeicherter Kurzvideos unterstützt. Die Technologie arbeitet im 700-MHz-Spektrum und erzielt damit sehr hohe Reichweiten.

MediaFLOMobile Virtual Network Enabler
Unter einem Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) versteht man einen Anbieter von Infrastruktur (Netzelementen), mittels der Mobilfunkanbieter ohne eigenes Netz Mobilfunkdienste für Teilnehmer anbieten können.
Das bedeutet, Mobile Virtual Network Enabler (MVNE) übernehmen den Dienst für Unternehmen, die nicht über eine eigene technische Funk-Sendelizenz verfügen. Der MVNE nutz das Mobilfunknetz eines großen Anbieters (MVO) für sein Mobilfunkangebot. Der MVNE kann selbst als Service Provider gegenüber den Endkunden auftreten oder diese über so genannte Branded-Retailer oder MVNOs vermarkten.
Branded-Retailer sind Kunden, die auf der Basis ihrer bestehenden Kundenbeziehungen in das Mobilfunkgeschäft einsteigen und als virtuelle Netzbetreiber am Markt etablieren wollen. Damit kann der MVNE, in der Rolle eines mobilen Netzbetreibers, seinen Kunden aus unterschiedlichen Branchen GSM- und UMTS- Lösungen sowie Mehrwertdienste anbieten. Beispielsweise hätten die Branded-Retailer damit die Möglichkeit, sich als Cross Seller im Markt zu etablieren und ihre bestehenden Produkte um mobile Dienste (für Kundenbindungsprogramme, Prämienaktionen, Gewinnspiele oder Produktinformationen) zu ergänzen.
Zu den durch MVNEs bereitgestellten Dienstleistungen zählen etwa der Betrieb von HLRs, MSCs, des Verbindungsnetzes und der Abrechnungssysteme, Server für WAP, SMS, MMS, mobiles Internet und Mobilboxen sowie die Netzzusammenschaltung. Je nach MVNE werden die verschiedenen Netzelemente selbst unterhalten oder es wird die bestehende Infrastruktur der Netzbetreiber in Anspruch genommen.

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