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27.08.2009
Palm Pre: Verheißungsvoller Notnagel  

In Deutschland wird der Mobilfunknetzbetreiber o2 die Vermarktung des Hoffnungsträgers aus dem Hause Palm übernehmen: Der Palm Pre, das erste Smartphone des in schwere See geratenen Handheld-Spezialisten. Wie schon Apple wagt auch Palm den Seiteneinstieg in ein eigentlich abseitiges Metier, doch hier ist es eine Art Rettungsring für das Unternehmen, das ohne den Pre gänzlich zu scheitern droht.

Schon bei der Vorstellung hat der Pre einen sehr positiven Eindruck hinterlassen, was nicht zuletzt am ansprechenden Äußeren liegen dürfte. Das Smartphone von Palm wurde sogleich als einer der heißen Konkurrenten zum iPhone gehandelt, mittlerweile haben erste Eindrücke aus der Praxis diesen Eindruck bestätigen können.

Die größte offensichtliche Gemeinsamkeit mit dem iPhone ist das Multitouch-Display, das seit Einführung des ersten iPhone bei keinem Konkurrenten fehlen darf. Doch was nützt das, wenn das Navigieren mit Touchscreen nicht zum Ziel führt, weil die Software sich sperrt? Beim Palm Pre werkelt allerdings ein eigens entwickeltes Betriebssystem unter der Haube, das eine leichte Steuerung per Display ermöglicht.

Der große Unterschied zum iPhone besteht in zwei Dingen. Einmal hat Palm dem Pre eine QWERTZ-Tastatur mit auf den Weg gegeben, die das Eingeben von Texten erleichtern soll. Das scheint vor allem auf die Zielgruppe der Business-Kunden zugeschnitten sein, die sich auch unterwegs mit mannigfaltigen Kommunikationsdingen herumschlagen muss und für die eine Tastatur eine erhebliche Erleichterung darstellt.

Und der Palm Pre kann noch mehr, was die Kundschaft goutieren wird und was das iPhone eben nicht kann: mehrere Anwendungen gleichzeitig öffnen. Bis zu 20 Anwendungen können gleichzeitig geöffnet werden und parallel laufen. Selbst auf Desktop-PCs wird diese Grenze eher selten erreicht werden, so ist davon auszugehen, dass die überwältigende Mehrzahl der Kunden nie erfahren wird, bei wie vielen gleichzeitig geöffneten Anwendungen der Palm Pre in die Knie geht.

Auch das Internet lässt sich mit dem Palm Pre gut erreichen, das Gerät unterstützt UMTS bzw. HSDPA. Einen entsprechenden Netzausbau vorausgesetzt geht es auf DSL-Niveau ins weltweite Netz. Mit WLAN steht zudem eine Alternative bereit, entweder zuhause oder in Hotspots auf das Internet zuzugreifen.

Zu den eher negativ aufgefallenen Aspekten gehört die knauserige Ausstattung des Palm Pre mit Speicherplatz, der nicht erweiterbar sein wird. Außerdem ist durchaus negativ, dass der Palm Pre hierzulande erst mit einiger Verspätung erhältlich sein dürfte.

Palm Pre geschlossen Palm Pre offen



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