Einer der ersten Käufer des iPhones 3G mit T-Mobile - glücklich.
Über die Gründe, weshalb das iPhone der ersten Generation ohne UMTS und statt dessen mit leicht angestaubter Technik für die mobile Datenkommunikation angefertigt wurde, fanden im Internet unzählige Diskussionen statt. Als einer der Hauptgründe für die fehlende UMTS-Konnektivität wurde die Konzentration auf den nordamerikanischen Markt, wo die 3G-Übertragungsstandards UMTS und HSDPA im Vergleich zu Europa eine untergeordnete Rolle spielen, angeführt.
Ein weiterer, wohl eher zutreffender Grund ist, ein Chip-Hersteller, der bereits die Bauteile zum aktuellen Modell liefert, konnte mit der Auslieferung der neuen Plattform erst im Frühjahr beginnen. Jedenfalls enthalte die neue Infineon-Variante nun auch ein neues Energiemanagement. Der Stromverbrauch der UMTS-HSDPA-Komponenten galt bisher als einer der Gründe, warum das iPhone nicht sofort als UMTS-Handy auf den Markt kam.
Pimp-up my iPhone UMTS-able
Findige Tüftler haben bereits jetzt einen sehr einfachen Weg gefunden, den neuen UMTS-Chip bei iPhones der ersten Generation mit der aktuellen Software-Version 1.1.4. zu aktivieren (bei Geräten, die seit Jahresanfang ausgeliefert wurden) und damit die deutlich höhere Datengeschwindigkeit per Mobilfunknetz nutzbar zu machen.
Macy Gray mit ihrem neuen Album "Big" auf dem iPhone 3G in UK.
Durchblick beim Tarifjungle
Das iPhone war im vergangenen Jahr für 399 Euro gestartet. Inzwischen verbilligte sich das Gerät je nach Tarif auf 99 bis 249 Euro. Die neue Preispolitik bedeutet einen echten Kurswechsel: Apple zielt nun voll auf den Massenmarkt und könnte nach Ansicht von Experten sogar sein Ziel übertreffen, bis Ende des Jahres insgesamt zehn Millionen der Geräte zu verkaufen. In Deutschland und Österreich vertreibt die Telekom-Tochter T-Mobile das Gerät exklusiv.
Da wahrscheinlich Apple wieder an den Tarifen mitverdient, ist es falsch T-Mobile alleine die Schuld für die hohen Preise zu geben. (Hier ein Preisvergleichsbeispiel)
Ob T-Mobile dem neuen iPhone nicht die 3G-Funktionalität nimmt, wenn es IM und VoIP blockiert? Betroffen davon ist, wer Kontakte per Messenger pflegen wollte. Auch Geld sparen durch VoIP ist nicht mehr möglich. T-mobile begründet dies mit der Aufrechterhaltung der Netzqualität. Das Magazin Macwelt will erfahren haben, dass VoIP, Peer to Peer und Instant Messaging im Leistungsumfang nicht enthalten seien, denn diese Dienste könnten die Netzkapazität überschreiten. Daher wolle man bei der Telekom dieses Risiko von vornherein ausschließen. Aber für Geschäftskunden gebe es wohl bald einen eigenen VPN-Tarif, in dem in einem eigenen Netz viel mehr erlaubt sei. Wie teuer dieser VPN-Tarif ist, ist aber noch nicht bekannt.
Weitere Features
Sind Sie es auch leid, Ihre Mailbox Anrufer für Anrufer abzuhören? Wäre es nicht einfacher, wichtige Anrufe gleich abzuhören, ohne die Schleife machen zu müssen? Eine Anzeige aller Anrufe auf Ihrer Mailbox, grafisch aufbereitet und bekannte Anrufer mit Body-Icons gekennzeichnet, macht die Auswahl leicht. Visual Voicemail war schon auf der ersten Variante erhältlich und wird dem iPhone erhalten bleiben.
Apple - iPhone - A Guided Tour
Wer vor lauter Faszination schon in einen Rausch geraten ist, kann sich auf der Seite des Mac-Magazins "Sieben mögliche Gründe gegen das iPhone" ansehen.