Das Bonmot liegt auf der Hand: Apple mit Birnen vergleichen! Wenn es darum geht, einen gleichwertigen Ersatz für das Kultobjekt aus dem Hause Apple, das iPhone 3G, zu finden, kann man schon in diese Falle tappen.
Wie soll man schließlich die unterschiedlichen Geräte der Hersteller miteinander vergleichen? Ist es erlaubt, einen BlackBerry mit einem iPhone zu vergleichen? Hier eine QWERTZ-Tastatur, dort die Urmutter aller Gestensteuerung?
Und reicht eine Gegenüberstellung von "harten Fakten" wie Speicherplatz, Megapixel der Kamera, Bildschirmdiagonale und –auflösung, sowie diverser Features für eine Einschätzung wirklich aus?
Wie gesagt: Apple und Birnen. Vergleichen ist dennoch erlaubt. Man muss sich dessen nur bewusst sein.
iPhone von Apple ist herausragend
Zulässig ist es in jedem Fall, dem iPhone eine herausragende Stellung zuzubilligen. Die Gründe: Erstens hat Apple einen Trend ins Leben gerufen, der Schule gemacht hat. Auch wenn andere Hersteller gleichzeitig am Touchscreen-Konzept gearbeitet haben, Apple hat dem Prinzip zum Durchbruch verholfen. Das Ein-Daumen-SMS-Getippe dürfte rasch in den Orkus der Geschichte eingehen.
Zweitens verbindet sich beim iPhone die technische Neuerung (vielleicht auch Revolution) mit Schick. Apple hat dem iPhone bereits in der ersten Generation die nötige Portion äußerlichen Glanzes mit auf den Weg gegeben, was sich auch daran ablesen lässt, dass sich beim iPhone 3G optisch nicht allzu viel geändert hat.
Drittens: Der Kultfaktor ist beim iPhone (wie auch beim iPod und vielen anderen Sachen von Apple) unschlagbar. Wer das bezweifelt übersieht den gewaltigen medialen Almauftrieb im Vorfeld des Verkaufsstarts von iPhone 3G. Undenkbar bei Produkten eines anderen Herstellers.
Das iPhone ist einzigartig und wird es auch bleiben. Dafür sorgen weniger die harten Faktoren, als durchsetzungfähige Innovation, Schick und Kult.
Kritischer Blick statt Jubel
Lohnt sich dennoch ein Blick auf andere Mobilfunkgeräte? Ohne Zweifel, denn der Erfolg des iPhone treibt die übrigen Hersteller vor sich her. Ein Jahr nach Erscheinen des ersten iPhones ist die Wahrscheinlichkeit auch nicht mehr so gering, dass sich auf dem Markt ein Gerät befindet, das die Stärken des iPhone zumindest ausreichend besitzt und einige Schwächen eben nicht.
Ein Blick auf die Schwächen lohnt sich obendrein, denn das iPhone ist bei allem Jubel keineswegs perfekt. Dabei geht es keineswegs nur um die Features, wenngleich auch diese zunächst geprüft werden müssen. Ist das iPhone jetzt wirklich für Anwendungen im Bereich Business tauglich? Wie steht es mit der Qualität der Kamera?
Besonders in einer Hinsicht hat das iPhone eine offene Flanke: der Preis. Billig ist das Gerät nach wie vor nicht. In Deutschland ist man auf Gedeih und Verderb an T-Mobile gebunden. Hier sind die Preise zwar gesenkt worden, doch unter 850 Euro in zwei Jahren kommt man selbst im preisgünstigsten Tarif nicht.
Es kann sich also lohnen, nach Alternativen zum iPhone zu suchen. Ein paar Möglichkeiten stellen wir nachfolgend vor.