 Zumindest in einer Hinsicht braucht man sich im Hause Apple keine Sorgen machen: Das iPad bekommt jede Menge Aufmerksamkeit. Und das ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg, wie sich schon beim iPhone und iPod gezeigt hat.
Die Präsentation des iPads hat die Geister geschieden und im Internet eine wüste Debatte vom Zaun gebrochen, was vom iPad zu halten sei. Dabei dreht sich vieles um eine Frage: Wer braucht das iPad eigentlich?
Möglicherweise ist die Antwort auf die Frage, dass die Frage falsch gestellt worden ist. Wer sich die Funktionen, die das iPad bietet, anschaut, mag sich das tatsächlich fragen. Allerdings gibt es zahllose andere Dinge, die sich erfolgreich verkaufen, obwohl man fragen darf, wer das eigentlich braucht: Luxus-Artikel aller Art. Dicke Geländewagen. Jeans für 200 Euro.
Klar, man könnte vielleicht auch einfach ein Netbook nehmen, um das zu tun, was man mit einem iPad tun kann. Allerdings nicht ganz. Man müsste mit einer Maus hantieren oder dem furchterregenden Trackpad. Wären letztere gut, gäbe es keine Laptop- und Netbook-Mäuse. Viele werden es mögen, für die Kleinigkeiten, die mit dem iPad zu erledigen sind, den Finger über den Touchscreen des iPads zu führen, statt indirekt mit Maus/Trackpad zu hantieren.
Vor allem aber sitzt man beim iPad vor einem stylischen Gerät, das in Sachen Design den übrigen Produkten einige Lichtmeilen voraus ist. Wer die Wahl hat, ein Netbook bzw. Laptop im Café oder Zug vor sich zu legen oder ein iPad wird sich für das iPad entscheiden. Nicht, wenn gearbeitet werden soll, aber für alles andere. Und dazu braucht es eben alles das nicht, was Kritiker am iPad zu vermissen glauben.
Und somit trifft auch eine Kritik beim iPad voll ins Schwarze. Das iPad, so ist etwa zu lesen gewesen, sei purer Luxus. Gemeint als Contra-Argument könnte man das aber auch durchaus als Pro-Stimme ins Feld führen.
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