Zu den "Kanälen" erreichten uns immer wieder Zuschriften. Hierzu nachfolgend weitere Erläuterungen. Stellen Sie sich bitte eine Torte vor, schön kreisrund. Diese Torte teilen Sie in Gedanken in acht exakt gleich große Stücke. Jetzt haben wir zwei uns Dinge geschaffen. Es stand eine ganze Torte im Raum, die erste Tatsache. Nehmen wir an, diese ganze Torte entspricht einer bestimmten Zeit z.B. 60 Sekunden. Die zweite Tatsache, wir haben diese ganze Torte (oder die angenommenen 60 Sekunden) in acht gleich große Stücke geteilt. Das entspräche pro Kuchenstück 7,5 Sekunden. Diese einzelnen Kuchenstücke mit ihrer angenommenen Größe von 7,5 Sekunden entsprechen einem Nutz- oder Zeitkanal im GPRS-System. Im GPRS gibt es also acht dieser nutzbaren Zeitkanäle. Diese Zeitkanäle, also Zeiten die für Up- und Downlink zur Verfügung stehen, lassen sich theoretisch beliebig aufteilen. Aber die Physik setzt dem Ganzen Grenzen. Angenommen dem Handy würden zum Uplink (zum Senden von Daten) vier Zeitkanäle, um bei dem Beispiel zu bleiben mit jeweils 7,5 Sekunden, zur Verfügung stehen. Dann wären das 7,5 mal 4 Sekunden, also 30 Sekunden. Dieser Hochlast Handys heute noch nicht gewachsen. Die Geräte würden in kurzer Zeit eine enorme Wärme entwickeln und die Energieversorgung würde alsbald zusammenbrechen. Die Akkus wären schnell leer. Deshalb werden Handies softwaremäßig ausgebremst durch geschickte Wahl der Zeitkanäle.
Diesem Umstand tragen die Provider Rechnung indem Sie einen Uplinkkanal sowie drei Downlinkkanäle geplant haben. Eine Erweiterung auf 4/1 soll folgen. |