Beim Datendienst GPRS (General Packet Radio Service) werden die Daten ähnlich dem TCP/IP im Internet paketweise übertragen und empfangen. Somit eignet sich GPRS als mobiler Internetzugang und zur Telefonie mittels ortsungebundener Geräte. Im Gegensatz zum GSM-Standard mit einer Datenübertragungsrate von 9.6 kbit/s wird mit GPRS ein deutlich höherer Datendurchsatz ermöglicht.
Mit GPRS lässt sich theoretisch eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 171,2 kbit/s erreichen. In der Praxis werden üblicherweise etwas über 30 kbit/s erzielt. GPRS nutzt zum einen die Kanalbündelung und zum anderen die Kanalcodierung über sogenannte "coding schemes", um die Übertragung an die Qualität des Funkkanals anzupassen ( CS1: 9,05 kbit/s, CS2: 13,4 kbit/s, CS3: 15,6 kbit/s, CS4: 21,4 kbit/s). Alle deutschen Netzbetreiber bieten GPRS an. Die Tarife sind in der Regel am Datenvolumen orientiert und daher zeitunabhängig.
Die Weiterentwicklung von GPRS ist der EDGE-Standard. Neben der Kanalkodierung kann EDGE auch das Modulationsverfahren umschalten und somit bis zu 59,2 kbit/s pro Zeitschlitz übertragen. Für EDGE sind Übertragungsraten bis zu 384 kbit/s vorgesehen. |